Radi - Der Rettich, in Bayern Radi genannt, gehört zu einer zünftigen Wiesnbrotzeit einfach dazu. Die im 13. Jahrhundert n. Chr. als Heilpflanze geschätzte Wurzel wurde bereits in der Antike im 1. Jahrhundert v. Chr. von den Römern über die Alpen gebracht und in Mitteleuropa angebaut. Ursprünglich stammte der Radi, der unter Botanikern auch als „Raphanus sativus“ bekannt ist, aus Kleinasien. Er diente den Sklaven, welche die ägyptischen Pyramiden errichteten, neben Zwiebeln und Knoblauch als Hauptnahrungsmittel. Nicht verwunderlich, wenn man die gesundheitsfördernde Wirkung des Radi bedenkt: Die Stoffwechsel wird angeregt, die Verdauung kommt in Schwung und außerdem enthält er außergewöhnlich viel Vitamin C. Im Gedenken an die zwangsrekrutierten Erbauer der Pyramiden ist es daher nicht deplatziert, wenn man seinen Radi mit einem kleinen andächtigen „Servus“ (lat.: „Sklave“) begrüßt, bevor man ihn sich einverleibt. Ran an die Brotzeitplatten mit Radi, Obatzdn (siehe Wiesn-ABC vom 28.06.2010), Geräuchertem Speck, Schmalzbrot und natürlich einer Bretzn (Wiesn-ABC vom 29.03.2010). An Guadn wünschen Euch die Maschinenringe!
Riesenrad - Eine der besonderen Attraktionen auf dem Oktoberfest. Schön anzusehen und absolut riesig. Wer das Oktoberfest besucht sollte auf eine Fahrt mit dem Riesenrad nicht verzichten. Die riesige Stahlkonstruktion ist einer der Nachfolger der sogenannten "Russenräder", die sich bereits im 17ten und 18ten Jahrhundert vor allem in Russland, aber auch in der Türkei und anderen orientalischen Ländern großer Beliebtheit erfreuten. Natürlich waren die Räder damals lange nicht so groß, wie heute. Das Riesenrad, das die Teresienwiese zu Wiesnzeiten schmückt, ist 50 m hoch und von oben wird Ihnen ein Blick über die ganze Stadt ermöglicht. Vor allem an föhnigen Tagen ist die Aussicht besonders schön und ein Foto wert, denn dann kann man sogar bis zu den Bergen sehen. Also, Höhenangst verdrängen, einsteigen und genießen!


